Der Büchermarkt ist das Standbein des Förderkreises Kultur in Hombruch. Mit den Spenden machen die Fök's, wie sich die Mitglieder selbst nennen, Kultur erreichbar - für alle in Hombruch und Umgebung in jeder Altersklasse
Der Büchermarkt ist das Standbein des Förderkreises Kultur in Hombruch. Mit den Spenden machen die Fök's, wie sich die Mitglieder selbst nennen, Kultur erreichbar - für alle in Hombruch und Umgebung in jeder Altersklasse

Kultur ist etwas für die Seele

Förderkreis Kultur blickt auf 10 Jahre zurück/ Neue Mitglieder gesucht

HOMBRUCH. Zehn Jahre nach der Gründung des Förderkreises Kultur ist es Zeit für eine kleine Zwischenbilnz. Die beiden Vorsitzenden Heide-Marie Nolte und Brigitte Pütter haben mal resümiert, wie es um ihre Ziele, ihre Mitglieder und ihre Veranstaltungen so steht.

Die Jugendfreizeitstätte in Hombruch zwischen den Grashügeln der Biker-Strecke und des Skate-Parks, ein paar Schritte entfernt von der Bahnhaltestelle Hallenbad, ist ein idealer Standort. Ein Ort für viel Musik und Tanz. Aber auch fürs Zuhören, Essen und Beisammensein.

 

Zu wenig Mitstreiter

Schon zehn Jahre ist es her, dass sich der Förderkreis gegründet hat, um den Stadtbezirk kulturell aufzuwerten. In diesem Jahrzehnt haben die „Föks“, so nennen sich die Mitglieder des Vereins, schon vieles auf die Beine gestellt. Darauf sind die Vorsitzenden Heide-Marie Nolte und Brigitte Pütter sehr stolz. Und doch schwingt beim Gespräch mit dieser Zeitung noch eine andere Stimmung mit. „Wir haben einfach zu wenig Mitglieder, zu wenig Leute, die uns unter die Arme greifen und etwas bewegen wollen in Hombruch“, sagt Heide-Marie Nolte. Brigitte Pütter fügt hinzu: „Wir machen tolle Kultur! Aber wir könnten noch weitaus mehr schaffen.“ Von den 26 Mitgliedern würden maximal nur 10 bis 12 aktiv mitarbeiten. Und die, die es tun, tun es mit viel Freude und großer Motivation. „Wir sind verliebt in die Kultur. Kultur ist etwas für die Seele“, schwärmen die beiden Frauen und erinnern sich an Vergangenes. Ein Traum sei im Sommer in Erfüllung gegangen, als sie den zehnjährigen Geburtstag des Förderkreises Kultur feiern konnten – mit 100 bunten Luftballons, Gesang, Tanz und Lesungen. Alles an einem Tag.

 

Kultur erreichbar für alle

Und auch im nächsten Jahr werden sie vieles anbieten können (siehe Infokasten). Das größte Standbein des Vereins ist der große Büchermarkt. Durch die Spenden leben die „Föks“ und machen Kultur erreichbar für alle. Für Kinder, für Jugendliche, für Erwachsene, für Senioren. „Genau das wissen viele nicht. Die Jugendfreizeitstätte wird mit Aktionen für Jugendliche verbunden. Wir wollen weg von diesem Image! Wir bedienen jede Altersklasse“, betont Nolte. Und genau deswegen, finden sie und ihre Kollegin, müsste die Jugendfreizeitstätte umbenannt werden. Kulturzentrum scheint ihnen eine bessere Bezeichnung zu sein.

 

Ein weiteres Problem: Die fehlende Aufmerksamkeit für Veranstaltungen. „Dabei ist doch alles vor der Haustür. Die Leute brauchen nur aus der Bahn zu fallen und sie sind da.“ Ein neues Schild würde den Leuten den Weg weisen. Denn viele wüssten gar nicht, wo sich all die Lesungen und kleinen Konzerte so abspielen, von denen Heide-Marie Nolte und Brigitte Pütter so schwärmen.

 

Jana.Thiemann@ruhrnachrichten.de